Bombenangriff 1945 - orstchronik

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Der Zweite Weltkrieg
Es herrschte ungewöhnlich sonniges und warmes Wetter, als sich am 19. März 1945, am Josefstag, nachmittags 126 amerikanische Langstreckenbomber B-24 mit dumpfen Dröhnen von Westen her näherten. Sie waren gegen 10.30 Uhr in Canterbury/England aufgestiegen und hatten über Straßburg-Stuttgart ungehindert Bäumenheim erreicht. Ihr Auftrag war es, die ausgelagerte Messerschmitt-Abteilung zu vernichten, welche in der Landmaschinenfabrik Me 262 herstellte.
Von 14.48 bis 14.52 warfen sie 845 Fünfzentner-Sprengbomben und 781 Brandbomben auf unsere kleine Gemeinde, 93 Einwohner, darunter viele Frauen und Kinder, starben, oft auf grauenvolle Weise. Außerdem wurden 5 deutsche Wachsoldaten, 8 Kriegsgefangene bzw. Zwangsarbeiter und angeblich 70 Insassen des Konzentrationslagers Dachau, Außenstelle Bäumenheim getötet. Mehr als die Hälfte aller Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt. Das beabsichtigte Ergebnis des Luftangriffs aber wurde nicht erreicht: zwar wurde die Leinenweberei Droßbach schwer getroffen, bei Dechentreiter aber konnte nach einigen Tagen die Produktion wieder voll aufgenommen werden.
 
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