Chronik FFW - orstchronik

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Hamlar
Aus der Geschichte der FFW Hamlar - von Manfred Wiedemann
Doch zuvor, 1960 wurde das achtzigjährige Gründungsfest mif Fahnenweihe begangen. Der Preis der Fahne betrug damals DM 1.300. Laut Protokoll dieses Festes sollen bei herrlichem Wetter 2000 Gäste gefeiert haben. Da Hamlar nicht im Besitz einer Kirche und somit auch nicht im Besitz einer Glocke ist, war man damals der Meinung, dass man zum Fest eine Glocke beschaffen müsse. Ob eine solche dann tatsächlich angeschafft wurde, ist in den Annalen leider nicht vermerkt. Da der stolze Betrag von ca. DM 600 damals die Kasse bereichert hätte, ist wohl anzunehmen, dass auf den Kauf einer Glocke verzichtet wurde. Jedenfalls galt 1960 lange als das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte in finanzieller Hinsicht. Bei diesem Fest gab es übrigens noch keine Festdamen, sondern Festjungfrauen. Wie sich doch die Zeiten ändern! Um jedoch zum Zweck der Feuerwehren zurück zu kommen, soll eine in Hamlar stattgefundene Großübung vom 6. September 1959 nicht unerwähnt bleiben. An dieser Übung waren 11 Feuerwehren beteiligt. Das Brandobjekt war ein Hamlarer Bauernhof (Anwesen Seitz) und das Löschwasser musste über 1200 m und acht dazwischen geschalteten TS 8 Tragkraftpumpen aus dem Eggelseebach geholt werden. Nach 0,5-stündigem Einsatz hieß es ,,Wasser halt” und man ging zur Lagebesprechung ins damalige ,,Gasthaus Wessinger”. Die Verantwortlichen, unter ihnen Kreisbrandinspektor Siebentritt und Landrat Dr. Andreas Popp waren des Lobes voll über die gelungene Übung.
lm April 1965 legte die erste Löschgruppe der Hamlarer Wehr die Prüfung für ein Leistungsabzeichen ab, die sie auch sehr erfolgreich abschloss. Der rührige und langjährige Kommandant Leonhard Mordstein war immer bestrebt, ,,seine Feuerwehr” auf dem neuesten Stand zu halten. Nach seiner Zeit als Vorstand wurde der verdiente Mann zum Ehrenvorstand ernannt. Einer seiner Nachfolger als Kommandant war Alois Negele, der ebenfalls langjährig agierte. Auf Grund seiner Verdienste hat ihn die Wehr zum Ehrenkommandanten berufen. lm übrigen hatte die Hamlarer Wehr 1982 die erste nur aus Damen bestehende Lösch-Gruppe mit ihrem vorbildlichen Trainer Helmut Lutzenberger im Landkreis Donau-Ries. Auch sie legte die Leistungsprüfung sehr erfolgreich ab. Anzumerken bleibt, dass diese Damengruppe nicht ohne den Widerstand einiger männlicher Mitglieder gegründet werden konnte. Zwischendurch wurde unsere Wehr natürlich immer wieder zum Löschen von Bränden gerufen.
Besonders erwähnt sei hier nur der Großbrand im Anwesen Österreicher 1984, bei dem neben Scheune und Stall auch 43 Schweine verbrannten. Dass dabei nicht auch noch das Wohnhaus  und Nachbargebäude ein Raub der Flammen wurden, war dem beherzten Vorgehen der FFW Hamlar zu verdanken. Dies veranlasste den damaligen Bürgermeister Eichhorn zu der Feststellung, dass die Hamlarer Wehr in diesem Jahr ihre Bewährungsprobe bestanden habe. Auch die Jugendarbeit wurde in unserem Verein immer groß geschrieben. Beim Kreisfeuerwehrtag in Nördlingen‚ am 10. und 11. Oktober 1987 war unsere Jugend vertreten und am  9. Juli 1988 legte eine Gruppe mit neun Jugendlichen das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Zweiter Kommandant und Jugendwart Roland Müller gab sich sehr viel Mühe mit dem Feuerwehrnachwuchs und die jungen Männer dankten es ihm mit viel Übungsfleiß und guten Erfolgen. In den siebziger Jahren monierte der Kommandant, dass  unser Schlauchturm marode sei und saniert werden müsste. Doch erst im Jahre 1997 wurde er wegen Baufälligkeit und weil er einem Anbau des Schützenheimes weichen musste durch eine moderne Schlauchtrocknungsanlage ersetzt. - Wieder zurück zu gesellschaftlichen Veranstaltungen. In Hamlar wurde in den 1950er und bis in die1970er Jahre hinein jährlich ein Feuerwehrball, der immer gut besucht war, abgehalten. Aus dem Jahr 1964 wird z.B. berichtet, dass Einnahmen in Höhe von DM 308 zu verzeichnen waren. Dem gegenüber standen Ausgaben von DM 228, so dass für die damalige Zeit ein respektabler Gewinn zu verzeichnen war. Auch Weihnachtsfeiern mit Christbaum-Versteigerungen bereicherten nicht nur das Vereinsleben, sondern auch die Vereinskasse. Dabei konnte dank von Spenden jeweils ein beachtlicher Gewinn verbucht werden. Nicht vergessen werden sollen auch die Maifeiern mit vorausgegangenem Aufstellen des Maibaumes durch die Feuerwehr. Dies wird traditionsgemäß bis heute so gehalten.
lm Jahre 1985 leistete sich unser Verein gemeinsam mit den ,,Diana-Schützen” eine Floßfahrt auf der lsar, was ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmer war. Auch bei dieser Fahrt wurde natürlich das ,,Löschen” nicht vergessen. 1986 erhielten die Hamlarer ein neues Feuerwehrauto und dazu ein neues Gerätehaus, das der Gemeinde Asbach-Bäumenheim immerhin 160.000 DM wert war. lm gleichen Jahr galt es einen Brand im nahe gelegenen Naturdenkmal zu bekämpfen, woran man sieht, dass es nichts gibt, wozu unsere Feuerwehren nicht ihren Einsatz bringen müssen. Heute ist die Brandbekämpfung nur noch Teil der Aufgaben einer Feuerwehr; die Rettung bei Verkehrsunfällen bis hin zu der Entfernung von Wespennestern ist zu einer wichtigen Aufgabe geworden. Die Hauptaufgaben der Hamlarer Wehr sind aber neben der Brandbekämpfung der Einsatz bei stets wiederkehrendem Hochwasser im allgemeinen und die Hochwasserhilfe im nahe gelegenen Tierheim im besonderen.  Manfred Wiedemann

 
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