Das ,,Scharfe Eck" - orstchronik

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Die Bahn
Beim Schrankenwärterhäuschen war Treffpunkt der jungen Burschen und Männer nach Feierabend, am Samstagmittag und Sonntag. Dort wurden die Fußballergebnisse, die Politik und die Dorfereignisse besprochen. ,,Am Scharfen Eck", wie dieser Versammlungsplatz wegen der rechtwinkligabbiegenden Straße nach Donauwörth genannt wurde, ging es zuweilen schon recht derb und handgreiflich zu und es war für vorbeigehende Mädchen ratsam, einen großen Bogen darum zu machen. Aber auch Kinder aus dem Arbeiterhaus, die von der ,,Merz"- oder der ,,Konsum"-Wirtschaft Bier für den Vater holten, mussten aufpassen, dass ihnen die Halbwüchsigen nicht den Maßkrug leer soffen.
Die Straße, welche die Bahn überquerte, war von Josef Dechentreiter 1936 auf einer Breite von 4 m betoniert worden und bis 1951 die einzige staubfreie der Gemeinde. Jenseits der Bahnlinie erhebt sich neben der ,,Merz"-Wirtschaft das Kinderheim der Fa. Droßbach, damals noch ,,Asyl" genannt. Es wurde 1909 vom Geheimrat Oskar Mey für die Säuglinge und Kleinkinder seiner Arbeiterinnen erbaut, die dort von 5 Uhr morgens bis abends 11 Uhr betreut wurden, damit die Frauen in Schicht arbeiten konnten. Im kleinen Kiosk wurden zuerst von der Frau des Postboten Seifert, später von Fritz Meister, Tabakwaren, Obst, Südfrüchte und Süßigkeiten verkauft.
Die Gemischtwarenhandlung gehörte dem Maurermeister und späteren Postagenten August Bauer und wurde von seinem Schwager D. Reichel betrieben. Das Kinderheim wurde 1982, das Gemischtwarengeschäft 1988 abgebrochen, nachdem es durch einen Brand unbewohnbar geworden war
 
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