Der Anfang - orstchronik

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Firma Grenzebach
Grenzebach - Vom Handwerksbetrieb
zum mittelständischen Global Player

Text/Bilder: Frédéric Erben / Grenzebach

Die Anfänge der Grenzebach-Gruppe gehen zurück bis ins Jahr 1920. Damals gründete Josef Grenzebach seinen Reparaturbetrieb für Landmaschinen in Hamlar. Das Unternehmertum des Vaters hatte auch sein Sohn Rudolf Grenzebach im Blut, der 1960 zusammen mit sieben Mitarbeitern den Grundstein für die heutige Grenzebach-Gruppe legte.

Die Anfänge der Grenzebach-Gruppe gehen auf Josef Grenzebachs Reparaturbetrieb für Landmaschinen zurück, den er 1920 gründete.

Die Entwicklung zum Marktführer im Bereich Glas

Zu Beginn wurden Automatisierungslösungen für unterschiedliche Anwendungen und Branchen angeboten. Doch schon früh zeichnete sich das heutige Profil der Unternehmensgruppe ab. Im Jahr 1974 wurde die erste Anlage für die Weiterbearbeitung von industriell hergestelltem Flachglas entwickelt - die Anfänge des bis heute größten Geschäftsbereichs. Grenzebach-Anlagen bewegen riesige Glasscheiben, inspizieren deren Qualität, schneiden sie zu und stapeln sie ab. Durch die mehr als 40-jährige Erfahrung in der intelligenten Automatisierung dieser Prozesse ist Grenzebach heute weltweit führend im Bereich der Flachglasbearbeitung. In den zurückliegenden Jahren wurde das Angebotsspektrum erweitert. Zur Bearbeitung kam die Veredelung von Glaspaneelen hinzu. Grenzebach ist somit der einzige globale Anbieter von Beschichtungsanlagen und automatisierter, integrierter Fördertechnik aus einer Hand. Darüber hinaus wird das Know-How in der Entwicklung von Automatisierungs- und Inspektionslösungen in der Solarbranche eingesetzt.Um sich ein zweites Standbein aufzubauen, begann Grenzebach in den 1990er Jahren mit der Entwicklung von Automatisierungslösungen für Baustoffe. Diese fanden regen Zuspruch und so entschloss man sich den Bereich weiter zu forcieren. Im Jahr 2002 wurde ein Teil des Babcock-Konzerns in Bad Hersfeld erworben. Hier ist heute das globale Kompetenzzentrum für Baustoffe angesiedelt, wo ressourceneffiziente thermodynamische Produktionsverfahren für die Herstellung von Gipskartonplatten entwickelt und auf Wunsch bis hin zu schlüsselfertigen Fabriken erweitert werden. Die energieeffiziente Trocknung von Holzfurnieren sowie Anlagen für die Produktion von Mineralwolle und anderen Dämmstoffen ergänzen das Angebot.

Fahrerlose Transportsysteme schließen Automatisierungslücken

Doch Automatisierungslösungen von Grenzebach gehen über das Ende einer Produktionslinie hinaus. Seit einigen Jahren ergänzen fahrerlose Transportsysteme die Produktpalette. Mit den intelligenten mobilen Robotern schließt Grenzebach Automatisierungslücken in der Produktions- und Lagerlogistik. Anlagen und mobile Robotik tauschen Prozessinformationen aus, um Fertigungsstufen intelligent und effizient miteinander zu verknüpfen. Die Fahrzeuge bewegen sich anhand von Mauerkontouren und ohne optische Hilfsmittel durch die Hallen. Ihre Fahraufträge erhalten Sie vom so genannten Flottenmanager. Neben den Kernmärkten der Glas- und Baustoffindustrie kommen die fahrerlosen Transportsysteme auch in der Automobilindustrie oder im Online-Versand Lager zum Einsatz. Auch die Automatisierung innovativer 3D Druck- sowie Rechenzentren erfolgt mit Intralogistik-Lösungen von Grenzebach.

Gezielte Entwicklung neuer innovativer Technologien

Offenheit für neue Technologien und unternehmerischer Weitblick haben bei Grenzebach einen sehr hohen Stellenwert. Auch Anfragen von Kunden aus Branchen, die nicht im direkten Fokus liegen, werden im 2016 fertig gestellten InnovationCenter bearbeitet. Nicht selten kommen dabei neuartige Technologien zum Einsatz, die den Kunden einen Wettbewerbsvorteil in ihren Märkten verschaffen. Auf diesem Weg konnte auch die innovative Rührreibschweiß-Technologie Fuß fassen. Dieses spezielle Schweißverfahren, bei dem unterschiedliche Metalllegierungen ohne Schweißzusatz mediendicht miteinander verfügt werden können, wird am Standort Hamlar stetig weiterentwickelt und findet zunehmend Einzug in die industrielle Fertigung, z.B. in der Automobilindustrie.
Der globale Mittelständler aus Hamlar
Die Kunden des schwäbischen Mittelständlers sind auf allen Kontinenten zu Hause. Die globalen Märkte der Glas- und Baustoffindustrie erforderten schnell eine Internationalisierung des Unternehmens. Die Niederlassungen in Jiashan im Großraum Shanghai in China und Newnan bei Atlanta, USA feiern 2018 ihr 20- bzw. 30-jähriges Bestehen. Als globaler Player ist Grenzebach dadurch nah an seinen Kunden und begleitet sie optimal von der Planung über die Inbetriebnahme und Instandhaltung bis zum Ende des Lebenszyklus der Anlage. Ca. 90 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet die Unternehmens-Gruppe heute im Ausland. Ausreichend große und flexible Fertigungskapazitäten in Fernost stellen darüber hinaus sicher, dass sich das Unternehmen in den hart umkämpften Märkten gegen seine Wettbewerber behaupten kann.
Bei allem globalen Denken ist und bleibt Grenzebach ein Familienunternehmen. Der unternehmerische Erfolg geht dabei einher mit gesellschaftlicher Verantwortung. Auszubildende erlernen in Hamlar neunzehn verschiedene Berufsbilder und sind eine feste Größe in der Zukunftsplanung des Unternehmens. Durch das Angebot dualer Studiengänge, Praktika und Abschlussarbeiten eröffnet Grenzebach weitere Einstiegsmöglichkeiten ins Berufsleben. Am Hochschulzentrum Donau-Ries unterstützt das Unternehmen bereits seit 2008 eine Stiftungsprofessur und engagierte sich stark für die Einführung des Online-Studiengangs „System Engineering“ im Modell „Digital und Regional“ im Jahr 2016, der ein berufsbegleitendes Studieren vor Ort im Landkreis Donau-Ries ermöglicht.
Soziale Verantwortung übernimmt das Unterneh-men unter anderem durch „Grenzebach hilft“ einer besonderen Projektarbeit, bei der sich die Auszubildenden des zweiten Lehrjahres für eine Hilfsaktion in der Region entscheiden und diese gemeinsam umsetzen.

Weltweite Standorte der Firma Grenzebach




 
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