Die Königsmühle - orstchronik

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Firma Droßbach
   
Die Königsmühle mit ihrem Grundbesitz von über 100 Tagwerk wurde erst 1915 von Oskar Mey gekauft. Zuvor war sie einige Jahre lang Eigentum der Kronenbrauerei Donauwörth. Sie wollte die Wasserkraft der Schmutter nutzen, um Strom für ihre Brauerei zu gewinnen, den sie mit einer Freileitung nach Donauwörth transportieren wollte. Dies wurde jedoch vom Asbacher Gemeinderat jahrelang verzögert, sodass die Brauerei resignierte und ihre Pläne aufgab. Oskar Mey hatte mehr Glück – er bekam die Genehmigung des Gemeinderates schon nach wenigen Tagen und konnte bereits nach einem halben Jahr das neue Kraftwerk in Betrieb nehmen.
Die beiden E-Werke versorgten die Mey-Häuser und die Fabrik mit Strom für die Beleuchtung und den Ventilatoren. Die Maschinen aber wurden noch lange Zeit über Transmissionen von je einer Dampfmaschine angetrieben, die im Hauptwerk und in der Königsmühle installiert waren. Die Kohle für die Dampfmaschine in der Königsmühle wurde am Bahngleis in Loren verladen, die auf einer Schmalspurbahn dem Vernehmen nach zuerst von Pferden und später von einer kleinen Diesellok gezogen wurden. 1916 wurde eine Halle erbaut, in der ein riesiges Bassin für die Warmwasserröste und alle Maschinen für die Bearbeitung des Rohflachses untergebracht waren.
Seit 1916 bemühte sich Oskar Mey um die Eingemeindung der Königsmühle und der zugehörigen Grundstücke von Mertingen nach Asbach. Des jahrelangen Gerangels der Gemeinderäte von Asbach und Mertingen über die Ablösesumme müde, zahlte er 1922 aus dem Vermögen seines Unternehmens 20 000 Mark an Mertingen und erreichte 1923 die Genehmigung seines Anliegens durch die Regierung von Schwaben und Neuburg.
 
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