Freizeitgestaltungen - orstchronik

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Jugenderinnerung
... an die unbeschwerten Jahre nach der Lehre
Meine Lehrlingszeit
Mit 5 weiteren Schulkameraden (3 Drucker, 2 Setzer und 1 Buchbinder trat ich bei der Firma Sigel meine Schriftsetzerlehre an. Lehrjahre sind keine Herrenjahre hieß es. So schaute es auch aus. Täglich bis zu 10 Stunden und auch samstags arbeiten war damals normal.  Brotzeitholen für die Gesellen konnte man beim Deuter oder Ermark. Das war immer eine willkommene Abwechslung. Wäre heute natürlich undenkbar.
1966 fing ich bei den Rieser Nachrichten als Zeitungssetzer an. 1971 bei der Donauwörther Zeitung, ehe ich 1979 zur Augsburger Allgemeinen wechselte, bei der ich bis zur Rente 2008 im Schichtdienst beschäftigt war. Seit 2008 trage ich „meine Heimatzeitung“ auch noch aus, so dass ich mittlerweile schon 50 Jahre dabei bin.

Ein Bundeswehrspruch hieß: „Willst du deinen Sohn noch retten, so bring ihm Geld und Zigaretten - (Bild vor der Tilly-Kaserne in Neuburg)

Nach bestandener Lehre (1965) konnte man sich die Wochenden jetzt frei gestalten. Dienstag und Donnerstag war Fußballtraining, da waren wir in unserem neuen TSV-Sportheim. Treffpunkt war wie immer das „Scharfe Eck". Von hier aus ging es dann entweder in die Bayernstube zum Kickern oder zum „Sternwirt" ins Nebenzimmer. Da lief die Musikbox mit den neuesten Liedern.  Der Sternsaal (ca. 400 Besucher)  mit seinem damaligen Pächter Morlock brachte die besten Beat-Bands nach Bäumenheim. Da wurde sogar das Bayerische Fernsehen darauf aufmerksam (Beat auf dem Lande). Bei „Wooly Boly" im vollbesetzten Saal wackelte die Decke verdächtig. Wir hatten damals gleich 3 Tanzsäle. Freitag war Kickern in der Bayernstube oder Schafkopf angesagt. Schon hier wurde heiß diskutiert, wo man am Samstag zum Tanzen hin wollte. Die Auswahl war damals riesig, war doch fast in jedem Dorf Tanz. (eigene Seite). Durch meine Tätigkeit als Zeitungssetzer bei der Firma Auer hatte ich meistens schon den Abzug mit den Veranstaltungen dabei. Egal, wo man auch hinging, die Abende endeten meistens im Café Hummel. Nachdem fast alle von uns Fußballer waren, „freute“ sich unser Betreuer Josef Bravo immer sehr, wenn wir sonntags mit „schweren Köpfen“ einliefen.     

Mit 18 Jahren kam die Zeit, in der wir die Tanzsäle in unserer Umgebung unsicher machten (siehe eigene Seite). Fast jedes Wochende waren wir unterwegs. Treffpunkt war wie immer das „Scharfe Eck“. Nachdem damals nicht so viele ein Auto hatten, musste man froh sein, dass man mitgenommen wurde. Durch unsere Sangesfreude waren wir bald überall bekannt. Im Gasthaus „Stern“ in Bäumenheim brachte der damalige Pächter Morlock (Beat auf dem Lande) die besten Bands auch nach Bäumenheim.
Oktober 1968 bis März 1970 absolvierte ich meinen Wehrdienst. Nach der Grundausbildung in Neuburg war ich beim Panzerbataillon in Dornstadt bei Ulm stationiert. Nicht auf einem Tanzboden, sondern bei der Firma Auer lernte ich meine Frau kennen. 1974 war Hochzeit und wir wohnen heute noch in der Donauwörther Straße.
 
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü