Meyfriedsiedlung - orstchronik

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Firma Droßbach
1921/22 ließ Oskar Mey in der Nähe der Königsmühle 8 Sölden erbauen, die er mit je 12 Tagwerk landwirtschaftlicher Anbaufläche ausstattete. Diese Anwesen überließ er zu einem geringen Pachtpreis Familien, deren Ernährer bei der Firma Droßbach beschäftigt waren und am Weltkrieg 1914-18 teilgenommen hatten. Wegen des geringen Grundbesitzes konnten die Sölden nur im Nebenerwerb bewirtschaftet werden, sodass die erwachsenen Familienmitglieder überwiegend in der Fabrik arbeiteten. 1923 wurde die Siedlung vom ,,Reichsheimstättenwerk" der Bayerischen Siedlungs- und Landesbank in München übernommen und verwaltet. Von ihr konnten die Höfe in Ratenzahlungen von den Besitzern als Eigentum erworben werden. Seit 1950 gaben die Eigentümer die landwirtschaftliche Nutzung ihrer Flächen allmählich auf und verpachteten bzw. verkauften ihre Grundstücke. Die Bezeichnung dieser Gehöfte als ,,Meyfried-Siedlung" wird als sinnfällig, aber dennoch irrtümlich mit ihrem Gründer Oskar Mey in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist dieser Begriff aber vom Flurnamen des Geländes abgeleitet, auf dem die Siedlung erbaut wurde. Bereits 1898 wird das Gebiet um die Königsmühle, das damals noch zu Mertingen gehörte, im Katasterverzeichnis des königlichen Bezirksamts Donauwörth abwechslungsweise mit May- und Meyfried bezeichnet. Die Königsmühle mit ihrem Grundbesitz von ca. 100 Tagwerk wurde jedoch erst 1915 von Oskar Mey gekauft. So ist es einem schönen und glücklichen Zufall zu verdanken, dass mit der Übernahme der Flurbezeichnung für die Siedlung auch ihrem Gründer ein ehrendes und bleibendes Denkmal gesetzt wurde.
 
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü