Pfarrer Kürzinger - orstchronik

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Heimatbuch 1987
Pfarrer Kürzinger

Hans Eichhorn


Franz Xaver Kürzinger, geboren am 6. November 1870 in Untergrafenried (Opferpfalz), kam im November 1897 als Pfarrvikar nach  Asbach.
Sein Wirken als Seelsorger (Pfarrer seit 10. Juli 1902) währte nahezu 23 Jahre. Ein Jahr vor seiner Versetzung nach Dinkelscherben verlieh ihm der Gemeinderat Asbach aus Anlaß seines 25jährigen Priesterjubiläums und ,,seiner 22jährigen segensreichen Tätigkeit in der Gemeinde” das Ehrenbürgerrecht. lm damaligen Gemeinderatsprotokoll (vom 20. Juli 1919) ist vermerkt: ,,Die jetzigen Zeitverhältnisse gestatten eine größere weltliche Feier nicht.”
Zum Abschied im August 1920 gab es dagegen eine ,,sehr herzliche Feier”. Nach dem Bericht des ,,Donauwö6rther Anzeigenblattes” war es ein rührender und herzergreifender Abschied, wobei sowohl die Schuljugend als auch der Gemeinderat, die Kirchenverwaltung und Abordnungen sämtlicher Vereine erschienen waren.
,,Als erster ergriff‘ hier Herr Bürgermeister Müller das Wort. Er schilderte die Verdienste, die der Scheidende während seines 23jährigen Wirkens in hiesiger Gemeinde sich erworben hat, und in warmen Worten dankte er ihm im Namen der Gemeinde Für seine ersprießliche und segensreiche Tätigkeit. Noch weitere fünf Redner brachten den Dank der Arbeiter- und Bürgerschaft zum Ausdruck. Ernste und heitere Lieder des sehr gut geschulten Kirchenchores wechselten mit den frohen Weisen der Musikkapelle, und nur zu rasch verflossen die schönen Stunden. Diese Feier hat so recht gezeigt, welch ideales Verhältnis zwischen Seelsorger und Gemeinde bestand. Nur sehr schweren Herzens sieht die Gemeinde Asbach Herrn Pfarrer Kürzinger scheiden.
Möge sich der Scheidende in Dinkelscherben der gleichen Beliebtheit erfreuen!” (,,Donauwörther Anzeigenblatt”, 18. 8. 1920.) Von August 1920 bis zum Jahre 1946 wirkte unser Ehrenbürger als Pfarrer in Dinkelscherben. Er starb am 2. Juli 1951 im wohlverdienten Ruhestand.

 
Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü