Schmutterwiese - orstchronik

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Die Straßen
Die Schmutterwies ist bei unseren  älteren Einwohnern noch heute in romantischer Erinnerung. Von der Leinenweberei  Mey wurde sie der gesamten Bäumenheimer Jugend großzügig als Tummelplatz zur  Verfügung gestellt.
Dort wurden die damals gängigen Spiele ausgetragen:  Fußball (barfuß und mit Schweinsblase als Ball-Ersatz), Räuber und Gendarm,  Schussern und Kreiseln mit der Peitsche. Es wurde auch viel gestritten und  gerauft und es herrschte ein ohrenbetäubender Lärm, der die Anwohner aber kaum  noch störte. Eine Sensation war es immer, wenn ein kleiner Wanderzirkus sein  Zelt aufschlug, oder ein Karussell mit einer Spiel- oder Trödelbude für ein paar  Tage Station machte. Die Buben schlugen sich darum, für eine Freifahrt das  Karussell anschieben zu dürfen. In den Sommermonaten veranstalteten auch Vereine  hin und wieder gesellige Feste, wobei so manches Fass Bier geleert wurde. Hatte  es jedoch einige Tage geregnet, so verwandelte sich die Schmutterwies auf den  abgetretenen Flächen in ein Schlammfeld. Das machte den barfüßigen Kindern  jedoch nicht viel aus, im Gegenteil, sie wateten mit Vergnügen in dem  schlüpfrigen Brei. Von diesem Zustand der Schmutterwies kündet noch heute ein  Refrain, der vom Gesangverein und vor allem nach gewonnen Fußballspielen und  feuchtfröhlichen Festen angestimmt wurde: ,,Dreckete Fiaß, dreckete Fiaß, dia  kriegt ma auf der Schmutterwies“. Link zum Lied. Von unserem Gesangverein leicht umgedichtet  und von Hans Huber für diese Seite aufgenommen. Das Gelände wurde außerdem noch  vielseitig verwendet: als Schafweide, als Exerzierplatz und – von 1946 bis 1960  – zur Aufstellung von Baracken für Flüchtlinge und Vertriebene.
 
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