Villa Kotter - orstchronik

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Geschäftshäuser
   
Im Jahre 1891 baute der Privatier Josef Kotter diese Villa für sich und seiner jungen Frau. Den vorderen Teil des Grundstückes erwarb er von der Fam. Girstenbrey/Kraus, der hintere Teil war der ,,Metzgeracker". Als Privatier, dem das Wiebelhaus und 30 Tagwerk Torfstich gehörten, war Herr Kotter (der Großvater von Frau Rössner) wohlhabend genug, um dieses ansehnliche Gebäude zu erstellen. Im hinteren freien Grundstück pflanzte er fast 100 Obstbäume ein. Als 1921 Josef Kotter starb und seine Witwe Katharina Kotter durch die Inflation mittellos geworden war, eröffnete sie im rückwärtigen Teil des Grundstückes eine Kohlenhandlung. Vom Bahnhof wurden die Kohlen geliefert. Mit Handwägelchen holten sie die Kunden. Die Bewohner vom angrenzenden Arbeiterhaus konnten gleich durch ein Türchen ihre armseligen halben Zentner abholen, den die gutmütige ,,Kotterin" ihnen dann auch noch anschreiben musste. Das prächtige Gebäude war 1904 sogar Motiv für eine Postkarte. Beim Bombenangriff am 19. März 1945 wurde das Haus völlig zerstört. Dabei verloren 14 Menschen ihr Leben, darunter viele Besucher, die Bürgermeister Josef Bayerle zum Namenstag gratulieren wollten.
 
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