Vom Landleben - orstchronik

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Vom Landleben
... an das ländliche Dorf vor meiner Zeit - der Bach in Asbach
Es ist zwar schon lange her, aber Asbach besaß tatsächlich einmal einen klaren, munteren Bach, in dem sich Forellen und Hechte tummelten. Seine Quellen entsprangen im Flurbereich ,,Balgen" wo heute das Wasserhaus steht. Weitere Zuflüsse erhielt er aus Quellen der ,,Alten" und ,,Neuen" Kiesgrube, die am südlichen Dorfende westlich und östlich der Straße nach Mertingen lagen. Durch Wiesen schlängelte er sich ins Dorf und querte beim Leinfelder die Straße. Beim Anwesen Kalchgruber bildete er den ,,oberen" und beim ,,Schäffler" den ,,unteren" Bach. Zwei breite und ca. 1 m tiefe Weiher, die Enten und Gänsen, aber auch den Kindern als Badegelegenheit dienten und wegen der raschen Strömung auch in strengen Wintern nie ganz zufror. Danach bog er in das Gehöft von Haller und mündete dort in den Steglesgraben.
Obwohl der Bach nur eine bescheidene Länge hatte, bot er doch mit seinem quirligen Wasser, seinen flinken Fischen und einigen idyllischen Plätzen vor allem den Kindern viel Freude. Aber auch er fiel der Naturzerstörung zum Opfer, die auch bei uns immer größere Ausmaße annahm. 1940 wurde er in ein gemauertes Bett gezwängt und die beiden Weiher zugeschüttet, um Platz für die Verbreiterung der Straße zu gewinnen. 1946 wurde die Alte und 1959 – anlässlich der Flurbereinigung – auch die Neue Kiesgruppe mit Schutt und Aushubmaterial aufgefüllt. Durch die allgemeine Senkung des Grundwasserspiegels, vor allem aber durch die Anlegung der Trinkwasserbrunnen auf der ,,Schafweide" im Jahre 1959 ist der Bach versiegt.Er wurde – wie auch fast der gesamte Steglesgraben – in den Jahren 1960-1975 verrohrt und dient heute als Regenwasserkanal.
 
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