Geschichte und Gegenwart
 

Sölden  nannte man die geduckten, eingeschossigen Anwesen der Kleinbauern, in denen Wohnung, Stall und Scheune unter einem Dach vereinigt waren. Unter äußerst beengten Verhältnissen wuchsen dort nicht selten 8 bis 12 Kinder auf. Das ,,Sächle" von 6-8 Tagwerk reichte gerade aus, um 1 Kuh und einige Ziegen halten zu können, es langte aber bei weitem nicht, um die vielen hungrigen Mäuler stopfen zu können. Auch die Bekleidung war mehr als dürftig, die jüngeren Geschwister mussten die Sachen der älteren auftragen, die bald mehr Flicken als guten Stoff aufwiesen. Zur Linderung der ärgsten Not musste sich der Vater als Tagelöhner oder in der Fabrik verdingen. Die Stall- und Feldarbeit wurde überwiegend von der Frau und den größeren Kindern verrichtet. Der Ackerboden musste oft mit der Hacke bearbeitet werden, weil kein Pflug und kein Gespann vorhanden waren. Erst nach dem ersten Weltkrieg, als jeder Söldenbesitzer mindestens 1 Kuh besaß, konnten sich 2 Kleinbauern zusammentun und gemeinsam vorspannen und pflügen.








Zugtiere

Viele Kleinbauern waren schon zufrieden, wenn sie wenigstens zwei Kühe besaßen, die sie als Zugtiere für leichte Fuhren und Arbeitsgeräte abrichten und zudem noch melken konnten, wenn auch der Milchertrag bescheiden war. Gehöfte mit größerem Grundbesitz konnten sich Ochsengespanne leisten, die kräftiger und ausdauernder waren.











Landtechnik

Ab 1930 sah man zunächst auf den Gutshöfen, dann aber auch bei den Großbauern in unserer Gemarkung immer häufiger den ,,Lanz-Bulldog", der sich wegen seiner Robustheit und Zuverlässigkeit und seines charakteristischen Aussehens bis heute seinen legendären Ruf erhalten hat.